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Archivseite für das Neustadt Art Festival 2012

Entstehungsgeschichte

Neustadt Art Festival 2012Die Prießnitz entspringt im Norden der Dresdner Heide und mündet nach nur 25 Kilometern auf Höhe des Diakonissen-Krankenhauses in der Dresdner Neustadt in die Elbe. Der Fluss verläuft zum größten Teil im Waldgebiet, nur ein kleines letztes Stück befindet sich im innerstädtischen Siedlungsbereich. Auch dieser ist noch nicht komplett bebaut. Etwas versteckt hinter den Häuserzeilen der Prießnitzstraße schlängelt er sich entlang und führt stellenweise viel ruhespendendes Grün mit sich.

Plätze wie an der Prießnitz, Plätze wie Zufluchtsorte, die Schutz bieten vor urbaner Hektik und Lärm, werden in Städten wie Dresden immer seltener. Auch in Dresden, seit einigen Jahren “Babyboomtown” und als Landeshauptstadt scheinbar “dem Wachstum verpflichtet”, versucht man der Fläche immer noch ein Stück mehr Baugrund zu entringen. Ein Gruppe engagierter Menschen, an der Prießnitz sitzend, ging genau dies durch den Kopf.

Die Prießnitz hat es bis heute geschafft, ein wichtiges Stück Ruhestreifen zu bewahren, nicht zuletzt auch für die Menschen. Darüber hinaus scheint Schutz ein sehr aktiver Prozess zu sein. In den letzten Jahren werden auch in Dresden Bauprojekte, gerade vor dem Hintergrund, immer noch genügend Freiräume zu halten, in der Öffentlichkeit stark diskutiert.

Schutzräume, wie an der Prießnitz, sind zwangsläufig wenig stark frequentierte Orte und gelangen dadurch erst in das Bewusstsein einer breiten Bevölkerung, wenn bereits begonnen wurde, diese zu schmälern. Wie aber schützt man Raum, der unbekannt ist? Wie schafft man Bedürfnis für etwas, das, gemessen an der Größe einer Stadt, keiner kennt?

Das Festival entstand 2012 unter dem Eindruck des Prießnitzgrüns. Die Idee des Festivals war es, Räume entlang der Prießnitzstraße und Prießnitz bis zum Brückenbogen der Stauffenbergallee für ein Wochenende zu gestalten und als Frei- und Schutzräume erfahrbar zu machen.

Für drei Tage im September 2012 und 2013 fanden für je 2.000 Besucher und Besucherinnen an verschiedenen Orten vom Stadtteilhaus, über private Hinterhöfe, an der Prießnitz bis hin zum Kraszewski Museum und der Waldbühne an der Waldorfschule Konzerte, Ausstellungen, Installationen, Lesungen, Workshops und Diskussionsrunden statt.

Fotos NAF12

Verweise

Archivseite für das Neustadt Art Festival 2013

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